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Kfz-Fertigung hält mit Nachfrage Schritt

Beitrag von David Stain

01.03.2017 03:18:17

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Bis 2020 soll die Kfz-Produktion in Großbritannien um ein Drittel auf zwei Millionen Fahrzeuge pro Jahr ansteigen1. Und dank der immer stärkeren Verbreitung des IoT und neuer Technologien werden sich auch das Fahrzeugdesign sowie die Produktions- und Vertriebsmethoden von Grund auf ändern. Zwar werden Hersteller ihren Schwerpunkt weiterhin auf stabile Produktivität und Lieferketteneffizienz setzen müssen, jedoch führt die steigende Nachfrage nach personalisierten und vernetzten Fahrzeugen dazu, dass die Verwaltung von Verfahren und Produktsortimenten immer mehr in den Vordergrund rückt.


Aus Sicht der Verbraucher stehen Fahrassistenz und Einparkautomatik für den verstärkten Trend zum autonomen Fahren: Das Fahrzeug selbst sorgt für die Fahrsicherheit, während den Insassen immer fortschrittlichere Entertainment-Systeme zur Verfügung stehen. Zugleich kurbeln Anbieter wie Uber und BlaBlaCar die Carsharing-Branche an, wobei dieser Sektor laut Untersuchungen von Ford zwischen 2013 und 2025 allein in Großbritannien ein Wachstum von bis zu 23 % verzeichnen könnte. Fahrzeugeigentümer erhoffen sich ein wachsendes Angebot an hochwertigen, individuell gefertigten Sondermodellen mit geringen Emissions- und Verbrauchswerten.


Die Herausforderung für Hersteller und Branchenzulieferer besteht darin, einerseits eine möglichst genaue Prognose des Fahrzeugs der Zukunft und seiner Komponenten zu erstellen und andererseits die gesamte Lieferkette und Herstellungsprozesse auf die entsprechende Technologie und andere Auswirkungen vorzubereiten.


In einer perfekten Welt wären Hersteller jederzeit in der Lage, Produktionsanlagen bedarfsgerecht einzurichten, um eingehende Bestellungen vollautomatisch fertigen zu lassen. In der Realität unterliegen Fertigungsunternehmen aber weiterhin den Grenzen vorhandener Betriebe, die an die jeweils modernste Technologie angepasst werden. Dabei muss Transformation keineswegs radikal und über Nacht erfolgen. Bei größeren Unternehmen ebenso wie bei kleineren Zulieferern sind schrittweise Veränderungen aufgrund von vorhandenen Informationen und Ressourcen, aber auch die kontinuierliche Implementierung von Best Practices, neuen Materialien und neuen Ideen sinnvoller als Kompletterneuerungen, die allzu leicht zum Scheitern führen können.


Womit soll man also beginnen? Wenn vollständig vernetzte, personalisierte Fahrzeuge das Ziel sind, muss die Verwaltung des Produktsortiments ähnlich vernetzt erfolgen. Geringe Lagerhaltungskosten und On-Demand-Fertigung lassen sich nur mithilfe von Just-in-Time in Produktion und Lieferkette erreichen.


Dazu wiederum ist eine umfassende Transparenz der gesamten Lieferkette unverzichtbar. Der Standort jeder einzelnen Ressource – Komponenten, Menschen, Anlagen, Fracht und Fertigprodukte – muss jederzeit bekannt und nachvollziehbar sein. Diese Entwicklung, die auf die vollständige Abstimmung von Personal, Prozessen und Technologie abzielt, wird durch cyber-physische Modelle wie IoT und Industrie 4.0 gefördert.
Dank Echtzeit-Daten, die in verwertbare Informationen umgewandelt werden, können Bedienungskräfte besser fundierte Entscheidungen zur Steigerung der Produktionseffizienz treffen, um die Nachfrage zu erfüllen sowie die Verschwendung von Zeit, Geld und Material einzudämmen.


Diese Implementierung einer umfassenden Lieferkettentransparenz, mit deren Hilfe Unternehmen Verfahren rationalisieren und für eine optimale Produktion sorgen können, bezeichnen wir als Enterprise Asset Intelligence. Auto-ID- und mobile Technologie in Kombination mit Abschnitten und Toren im Fertigungsprozess bieten Transparenz und stellen zuverlässig messbare Kennzahlen in Echtzeit bereit, während mit entsprechender Technologie ausgestattete mobile Mitarbeiter die Produktionsverfahren präzise auf die Anforderungen der Lieferkette ausrichten.
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1 „SMMT: The future of UK automotive manufacturing in 2025 and beyond“, Oktober 2015

Topics: Supply Chain, Manufacturing, EMEA, Industrie 4.0, IoT, automotive, Enterprise Asset Intelligence