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IOT: NEUE MASSSTÄBE FÜR DIE LEISTUNG VON LIEFERFLOTTEN

Beitrag von Zebra EMEA

12.12.2016 07:05:00

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Im Profisport liegen Höchstleistungen einzelner Athleten so nahe beieinander, dass Organisationen wie der britische Radsportverband British Cycling eine Wissenschaft zur Theorie der Marginalgewinne entwickelt haben. Mit Technologie verhält es sich ganz ähnlich. Wenn Innovation stagniert, setzen Unternehmen auf die Feinjustierung von Workflows, um zumindest einen kleinen Effizienzgewinn zu erreichen. Ein Unterschied zwischen Business und Sport besteht jedoch darin, dass immer wieder Innovationsspitzen auftreten – Innovationen, die einen großen Unterschied machen.
Nehmen wir als Beispiel Transport und Logistik. Wussten Sie, dass in den USA etwa 70% aller Lkw auf der Straße Luft transportieren, da Informationen zu den Abmessungen der zu transportierenden Güter fehlen? Oder dass laut Schätzungen der UN 33% aller Lebensmittel auf dem Transportweg verderben? Eine neue Innovationsspitze in Gestalt des Internets der Dinge (IoT) verspricht, nicht nur diese Probleme zu lösen, sondern es wird uns auch helfen, grundlegende Abläufe in der Transport- und Logistikbranche (T&L) neu zu überdenken.

ERKENNEN, PLANEN, HANDELN
Wie funktioniert IoT? Smart-Tags und -Labels, wie etwa Temperatursensoren oder Barcodes und RFID-Tags, können an beliebigen Objekten angebracht werden – Lkw, deren Ladung, Personen, Geräte und vieles mehr –, um über WLAN- und 4G-Netzwerke einen Datenstrom an Ihr Backoffice zu senden. Die Daten, die wir unter der Bezeichnung Enterprise Asset Intelligence zusammenfassen, können mithilfe der riesigen und kostengünstigen Cloud analysiert werden, um Einblicke in jeden Bereich Ihres Betriebs zu erhalten. Sie sorgen für Transparenz mit Vision und bieten Ihren Teams den Zugriff auf zahlreiche nützliche Informationen zu einem Objekt auf seinem Weg durch die Lieferkette. Sie tragen zur Optimierung sämtlicher Bereiche der Branche bei, sei es Routenplanung, Fahrstile, Echtzeit-Kommunikation mit Kunden, Lade-/Entladeprozesse oder andere Aspekte. Zwei Anwendungsbereiche sind besonders interessant:

 • Der neue Maßstab für Effizienz: Dass Lkw häufig Luft transportieren, liegt in erster Linie daran, dass wir zwar das Gewicht der Güter kennen, jedoch nicht ihre Abmessungen. IoT ändert dies. In Verteilzentren können intelligente automatische Systeme die Abmessungen von Artikeln bei ihrem Eintreffen automatisch erfassen und für den Weitertransport eine entsprechende Ladereihenfolge zur Optimierung der Ladefläche empfehlen. Bei den nächsten Transportstationen können dann die Flottenplaner ebenfalls die Abmessungen der kommenden Waren einsehen und planen, wie viele Lkw an den Verteilzentren bereitstehen müssen und wie diese zu beladen sind. Wir nennen das „Inszenieren des nächsten optimalen Schritts“. In den USA beläuft sich das Geschäft mit Teilladungen auf jährlich 30 Milliarden US-Dollar, wovon 2,5 Milliarden US-Dollar verloren gehen, weil den Spediteuren keine Informationen zu den Abmessungen der transportierten Güter vorliegen. Mit IoT und intelligenter Analyse können diese 2,5 Milliarden US-Dollar wieder in die Bilanz eingerechnet werden, und zugleich verbessert sich die Umweltbilanz.
 • Optimierung des Lebensmitteltransports: Wenn Lebensmittel mit Sensoren versehen sind, können wir auf dem gesamten Transportweg ihre Temperatur und den Status verfolgen. Die Daten können automatisch über Drahtlosnetzwerke erfasst oder bei Bedarf von den Fahrern über mobile Computer überprüft werden. Aus Compliance-Gründen werden sämtliche Daten automatisch aufgezeichnet. Dank der Echtzeit-Daten können Flottenmanager den Zustand der Lebensmittel auf ihrem Weg durch die Lieferkette proaktiv verwalten und besser fundierte Entscheidungen treffen. Dadurch ist es möglich, Abfall erheblich zu reduzieren, die Kosten für den zeitnahen Transport von Lebensmitteln zu den Kunden zu senken und die Lebensmittelqualität zu verbessern.

Wir sind davon überzeugt, dass IoT viele T&L-Bereiche revolutionieren wird. Diese Auffassung wird in der gesamten Branche geteilt – eigene Untersuchungen zeigen, dass 58% aller T&L-Unternehmen die Implementierung von Ladungsdimensionierung planen. 60% setzen schon jetzt auf IoT zur Optimierung der Lieferkette, 61% zur Bestandsortung und 76% zur Verbesserung der Geschäftsdatenverwaltung. Weitere Informationen finden Sie in unserem Vision Report.

Topics: IoT, T&L