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INDUSTRIE 4.0 – DIENÄCHSTE INNOVATIONSWELLE IN DER FERTIGUNG

Beitrag von Zebra EMEA

28.11.2016 07:05:00

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Regelmäßige technologische Innovationen transformieren die Art und Weise, wie wir arbeiten, uns informieren und unterhalten werden – als aktuelle Beispiele drängen sich das Internet und Mobile Computing auf. Derzeit befinden wir uns in einer neuen Innovationsphase: Das Internet der Dinge (IoT) wird wegen seines hohen Potenzials, die nächste industrielle Revolution auszulösen, als „Industrie 4.0“ bezeichnet. Doch was bedeutet dies für die Fertigungsbranche? Meiner Ansicht nach bringt es erhebliche Umwäl­zungen, aber auch große Chancen mit sich.

ENTERPRISE ASSET INTELLIGENCE

Der Motor hinter den Veränderungen in der Fertigung ist das Internet der Dinge (IoT, Internet of Things). IoT steht für eine Umgebung, in der Objekte durch die Anbringung von Smart-Sensoren und deren Verknüpfung mit Ihrem Backoffice über das Internet eine digitale Stimme erhalten. Die Daten, die auf diese Weise von Objekten übermittelt werden, bezeichnen wir als Enterprise Asset Intelligence (EAI).

 

In der Fertigung können nahezu beliebige Objekte mit Smart-Tags versehen werden – Lieferkettenfahrzeuge, Transportbehälter, Rohstoffe, Komponenten, Geräte, Maschinen und Roboter, Personen und vieles mehr. Produktionsprozesse sind ein komplexes System, das vom fehlerfreien Zusammenspiel zahlreicher Elemente abhängt. Je größer die Transparenz in Bezug auf die einzelnen Elemente ist – und diese stellt EAI bereit –, desto einfacher kann für einen reibungslosen Ablauf in der Fertigungsstraße gesorgt werden.

 

Hersteller sind sich des großen Potenzials bewusst – etwa 38 % haben ihre Ausrüstung bereits mit Sensoren versehen und planen, in nächster Zukunft weitere 30 % mit entsprechenden Funktionen auszustatten. Die von EAI bereitgestellten Daten können mithilfe von Big-Data-Systemen in Echtzeit analysiert werden und stehen Produktionsteams über mobile Computer zur Verfügung, damit sie besser fundierte Entscheidungen treffen und effektiver arbeiten können. Darüber hinaus helfen sie Ihnen, durch die unternehmensweite Optimierung der Betriebsabläufe Prozesse zu beschleunigen, Fehler zu vermeiden, die Sicherheit zu erhöhen, Kosten zu senken und die Produktivität zu steigern. Eine ausführliche Betrachtung all dieser Punkte würde hier den Rahmen sprengen, jedoch werde ich nachfolgend auf das Potenzial für Kosteneinsparungen und das Konzept eines reibungslosen Workflows näher eingehen.

 

KOSTEN SENKEN, LEISTUNG OPTIMIEREN

Wie kann EAI zur Senkung von Kosten beitragen? Eine wichtige Möglichkeit ist die proaktive Verhinderung des Ausfalls von Fertigungsstraßen. Jede Minute, in der die Fertigungsstraße stillsteht, kostet Geld und schadet dem Wettbewerbsvorteil. EAI kann durch die Überwachung Ihrer Maschinen mit Smart-Sensoren helfen, dies zu verhindern. Die Sensoren können Ihre Steuerungsteams in der Produktion auf Unregelmäßigkeiten hinweisen. Über vorbeugende Wartungsmaßnahmen während geplanter Ausfallzeiten ist es dann möglich, potenziellen Störungen von Geräten entgegenzuwirken. 

 

Vielleicht am interessantesten am Internet der Dinge ist jedoch, wie sehr es die Produktionsdynamik verändert. In der Vergangenheit hatten diejenigen Erfolg, die zuverlässig langfristige Prognosen erstellen und sich durch effektive Planung und Betriebsoptimierung (d. h. Absicherung von Komponentenpreisen) einen Vorteil verschaffen konnten. Seitdem hat sich viel verändert. Langfristige Planungen sind zum Luxus geworden, denn Verbraucher erwarten maßgeschneiderte Produkte, die schneller als je zuvor gefertigt und geliefert werden müssen. Angesichts dieser Situation löst sich das Konzept der Vorausplanung in vielen Kernbereichen der Fertigungsbranche in Wohlgefallen auf. Ausschlaggebend für den Erfolg ist stattdessen die dynamische Planung, damit Prozesse sofort an die Auftragslage und den Bedarf angepasst werden können.

 

Die einzige Möglichkeit, in dieser neuen dynamischen Welt für einen Echtzeit-Informationsfluss zu sorgen, besteht darin, sich voll und ganz auf das Internet der Dinge einzulassen und sicherzustellen, dass Daten aus sämtlichen Geschäftsbereichen erfasst, analysiert und kontinuierlich in Echtzeit den relevanten Teams bereitgestellt werden. Weitere Informationen zu den Veränderungen in der Fertigungsbranche finden Sie in unserem Vision Report.

Topics: Herstellung, IoT, Industrie 4.0