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DAS REZEPT FÜR EINE REVOLUTION IM GESUNDHEITSWESEN

Beitrag von Zebra EMEA

21.11.2016 07:05:00

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Im Technologiebereich gibt es immer wieder Hypes. Gartner hat sogar einen eigenen Begriff hierfür geprägt: den Hype-Zyklus. In Bezug auf das derzeit hochaktuelle Thema Internet der Dinge (IoT, Internet of Things) ist jedoch jede Aufregung gerechtfertigt. Wir sind davon überzeugt, dass IoT die Arbeitsmethoden in vielen Bereichen revolutionieren wird, und das gilt vor allem für das Gesundheitswesen.

IoT steht für eine Umgebung, in der Objekte durch die Anbringung von Smart-Labels (z. B. Barcodes und RFID-Tags) und Sensoren sowie deren Verknüpfung mit dem Internet eine digitale Stimme erhalten. Nahezu beliebige Objekte können mit Sensoren und Barcodes versehen werden – Ärzte, Patienten, Fahrzeuge, Geräte, Medikamente und vieles mehr – und dank der so übermittelten Datenströme (z. B. zur Position) wird in jedem Bereich des Krankenhauses für Echtzeit-Transparenz gesorgt. 

 

Wir nennen dies Transparenz mit Vision. Das Internet der Dinge ermöglicht es uns, die Arbeitsmethoden im Gesundheitswesen zu überdenken. 

 

BESSERE ARBEITSMETHODEN

Viele Abläufe im Gesundheitswesen basieren auf manuellen Workflows, bei denen Daten auf Papier verwaltet und manuell über Tastaturen in Computer eingegeben werden. Dadurch steigt in Umgebungen mit hoher Belastung das Fehlerpotenzial. Angesichts der Tatsache, dass allein in den USA 98.000 Todesfälle auf Medikationsfehler zurückzuführen sind, sorgt IoT für mehr Sicherheit und bessere Arbeitsmethoden. Hier drei Beispiele:

 

  • Medikamentenverwaltung: Eine Pflegekraft verabreicht einem Patienten seine Medikamente. Am Krankenbett scannt sie mithilfe eines mobilen Computers das Identifikationsarmband des Patienten. Dadurch wird dessen Name aufgerufen, den die Pflegekraft vom Patienten auch verbal bestätigen lassen kann, sowie seine Patientenakte angezeigt. Der Computer stellt einen klaren Ablauf mit Anweisungen zur Verabreichung des Medikaments bereit. Die Pflegekraft kann außerdem den Barcode auf der Medikamentenpackung scannen, um zu überprüfen, ob beim Patienten Allergien gegen das Medikament vorliegen. Anschließend wird über den Computer bestätigt, dass das Medikament eingenommen wurde, und der elektronischen Patientenakte wird ein Eintrag mit dem Namen des Medikaments, Datum und Uhrzeit sowie der Kennung der Pflegekraft hinzugefügt.
  • Zeitkritische Abläufe: Bei ernsten gesundheitlichen Problemen ist Zeit häufig ein kritischer Faktor. So besteht beispielsweise bei einer Angioplastie die Vorgabe, eine Patientin innerhalb von 60 Minuten zu operieren. Wenn die Patientin mit einem Armband mit Barcode versehen ist, der ihre Kennung bestätigt, kann das Armband in den verschiedenen Behandlungsphasen gescannt werden. Ist ihr Fortschritt zu langsam, werden automatisch erfahrene Ärzte benachrichtigt, damit diese in die Behandlung eingreifen.
  • Falsche Blutkonserve: Trotz größter Bemühungen kann es in Stoßzeiten beim Abnehmen von Blut zu Fehlern kommen. Durch den Einsatz von mobilen Computern und Druckern können folgenschwere Fehler vermieden werden. Das Pflegepersonal kann mit mobilen Computern die benötigten Tests anzeigen, die Armbänder von Patienten zur Bestätigung ihrer Kennung scannen, sich durch die Blutabnahme führen lassen und Barcode-Etiketten zur Kennzeichnung der Probenröhrchen drucken. All dies findet direkt am Krankenbett statt, was zur Vermeidung von Fehlern entscheidend ist. Dank des Barcodes wird das Röhrchen jederzeit richtig identifiziert und kann über den gesamten Workflow hinweg nachverfolgt werden – auf der Station, auf dem Transportweg und schließlich im Labor selbst.

 

Das Internet der Dinge bietet im Gesundheitswesen noch viele weitere Vorteile: Behandelnde Personen können schnell geortet und zu Notfällen geschickt werden, und auch Geräte sowie Medikamente sind immer und überall schnell auffindbar.

 

DATEN: DIE WÄHRUNG DES FORTSCHRITTS

Über das Internet der Dinge werden Daten über den gesamten Betrieb hinweg erfasst, und diese Daten können entscheidende Impulse für Verbesserungen liefern. Durch die Aufdeckung von Trends mithilfe von Big-Data-Systemen können Abläufe kontinuierlich überarbeitet und Möglichkeiten zur Verbesserung von Diagnose, Pflege und Behandlungen identifiziert werden.

 

Mit Blick auf die Zukunft bietet das Internet der Dinge das größte Potenzial, um die Arbeit unserer Ärzte voranzubringen, sie mit benutzerfreundlicher Technologie zu unterstützen und letztlich die Pflege unserer Patienten zu optimieren. Weitere Informationen zu den Veränderungen im Gesundheitswesen finden Sie in unserem Vision Report.

Topics: Gesundheitswesen, IoT