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Barcodierung in unseren Krankenhäusern: weil wir auch nur Menschen sind

Beitrag von Zebra EMEA

19.03.2014 11:29:00

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Ärzte genießen in der Regel unser absolutes Vertrauen.

Und das ist auch richtig so. Hausärzte kennen ihre Patienten genau: ihr Alter, ihre Blutgruppe, Allergien, die medizinische Vorgeschichte und welche Arzneimittel sie einnehmen. Die Patientendaten sind sicher in einer Datenbank gespeichert, auf die andere Mediziner im Notfall zugreifen können.

Aber was wäre, wenn das Undenkbare passieren und Sie die falsche Dosis Ihres Medikaments erhalten würden? Oder ein völlig falsches Medikament? Was wäre, wenn Allergien übersehen oder Sie für die falsche Krankheit behandelt würden? Was ist, wenn das System versagt?

In einer Branche, in der Patientensicherheit wesentlich ist, gilt dies auch für die Sicherheit unserer Daten.

Angesichts der ständig wachsenden Bevölkerung ist es immer schwieriger, mit den Bedürfnissen der Patienten Schritt zu halten. Wir setzen unser Vertrauen heute nicht nur in Ärzte, sondern auch in Computer, Datenbanken, Dateiübertragungen und eine Vielzahl von Mitarbeitern im Gesundheitswesen.

Identifikationsfehler können der Anfang einer Reihe von Ereignissen sein, die nie eintreten dürften und potenziell lebensbedrohlich sein können. Es stimmt bedenklich, dass es bei den 3 Millionen Bluttransfusionen, die 2012 in England und Wales stattfanden, nahezu 250 Vorfälle gab, bei denen das falsche Blut übertragen wurde.

Es überrascht nicht, dass Fehler auftreten, da wir alle weitaus weniger einzigartig sind, als wir vielleicht denken. Es ist gut möglich, dass Hunderte oder vielleicht Tausende von Menschen auf der Welt den gleichen Vor- und Nachnamen wie Sie haben. Und dem Geburtstagsparadox zufolge beträgt die Wahrscheinlichkeit 50 %, dass bei 23 Personen in einem Zimmer zwei am gleichen Tag Geburtstag haben. Bei 57 Personen steigt die Wahrscheinlichkeit auf 99 %.

Die falsche Identifizierung von Patienten muss aufhören – jetzt. Aber wie können wir das erreichen?

Eine einfache Möglichkeit sind Barcodes. Wenn Patienten ein Barcode-Armband erhalten, können ihre Unterlagen problemlos mit einer Datenbank abgeglichen und dann vom behandelnden Arzt verifiziert werden. Dieser Barcode kann auch Proben und Testergebnisse mit einem Patienten verknüpfen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen auf Tastendruck andere wichtige Informationen bereitstellen.

Dieser intuitive Prozess löst die Probleme beim Entziffern handschriftlicher Notizen, so dass Fehler reduziert werden und die Versorgung der Patienten verbessert wird. Dies wiederum spart durch die Erhöhung der Effizienz wertvolle Zeit und Geld. Es verhindert auch, dass gefälschte Medikamente in den Handel geraten, und stellt sicher, dass alle Arzneimittel echt sind und nur den Patienten gegeben werden, die sie wirklich benötigen.

Studien haben gezeigt, dass die Zahl der administrativen Fehler durch Barcode-Technologie um 42 % verringert werden kann. Auch wenn manche befürchten, dass sie sich mehr wie ein Produkt als eine Person fühlen, wenn ihr Armband einen Barcode aufweist, gibt es viele Möglichkeiten, dies zu verhindern.

Katherine Murphy, Chief Executive der Patients Association, rät: „Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die diese Barcode-Armbänder verwenden, sollten sich bemühen, mit den Patienten zu sprechen und sie mit dem Respekt zu behandeln, den alle Menschen verdienen.“

Ein Barcode-System würde es dem medizinischen Personal ermöglichen, die bei den administrativen Aufgaben eingesparte Zeit stattdessen zu Gesprächen mit den Patienten zu nutzen, was die Qualität der Betreuung weiter verbessern würde.

Die voraussichtliche Einführung der Barcodierung im Gesundheitswesen wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem britischen Gesundheitsministerium und dem britischen staatlichen Gesundheitsdienst NHS in England und Wales begrüßt. Weshalb unterstützen Sie nicht auch die Barcodierung? Zum Wohl unserer Patienten und zur Verbesserung unserer Gesundheit. Denn wir sind auch nur Menschen.

Nähere Informationen finden Sie hier: http://www.zebra.com/de/de/campaigns-emea/patientid.html

Topics: Barcodes, APAC, EMEA, Lateinamerika, Nordamerika, Gesundheitswesen, Patientensicherheit